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X-Anwendungen auf Arktur ausfuehren
Frage: kann ich (von einem Linux-Client aus) X-Anwendungen auch auf Arktur laufen lassen? Da läuft ja kein X.
Antwort: "im Prinzip ja!"
Die Anwendung wird vom Client aus in einem "xterm"-Fenster gestartet.
Auf Arktur müssen installiert sein:
- freetype
- libXprintUtil
- libxcb
und das X11-Grundpaket (ab Arktur 5.0 mitgeliefert).
Ab Arktur 5.0.11 werden alle Pakete mitgeliefert.
Zum Testen lohnt es sich, "xclock" und "xlogo" nachzuinstallieren; "xmessage" sollte (als Teil des "x11"-Pakets) bereits installiert sein.
Kontrollen:
- ldd $(which xclock)
- ldd $(which xlogo)
sollte viele Zeilen liefern, aber nirgendwo darf "not found" stehen.
Bei Arktur ist in der Datei "/etc/ssh/sshd_config" der (auskommentierte) Eintrag
- #X11Forwarding no
zu ändern nach
- X11Forwarding yes
Dann ist der SSH-Daemon neu zu starten (bitte nicht, wenn per Fernwartung auf Arktur zugegriffen wird):
- /etc/init.d/sshd stop
- /etc/init.d/sshd start
Beim Client (Desktop-Rechner mit irgendeinem Linux) muss Port 6000 (X11) freigegeben sein;
Kontrolle (von Arktur aus):
- nmap -p 6000 <Client-Name>
muss "6000/tcp open X11" melden.
Aufruf vom Client aus, als Benutzer "<username>" (bitte nicht als "root"), in einem "xterm"-Fenster:
Testphase:
- xhost +Arktur
- ssh <username>@Arktur
muss zu einem Einloggen auf Arktur führen (Text-Konsole).
Dort:
- xclock &
- xlogo &
- xmessage "abcd"
sollte auf dem Client-Bildschirm die Uhr, das X-Logo sowie ein "xmessage"-Fenster erzeugen.
Dauerbetrieb:
In einem "xterm"-Fenster, als Benutzer "<username>":
- ssh -Y <username>@Arktur
Dann (wie oben) z.B.
- xclock &
Oder (wenn nur 1 Anwendung gestartet werden soll):
- ssh -f -Y <username>@Arktur <Anwendung>
also z.B.
- ssh -f -Y hhullen@Arktur xclock
- Der Benutzer mit dem Loginnamen "<username>" muss natürlich auf Arktur existieren. Im Normalfall: "<username>" ist durch den Login-Namen eines tatsächlich existierenden Arktur-Benutzers zu ersetzen.
- Jargon: im X11-Umfeld ist Arktur der X11-Client, und der Desktop-Rechner ist der X11-Server.
- Bei einem SuSE-Linux-Client habe ich es nicht geschafft, Port 6000 freizugeben.
Dank an Douglas Mayne, Eef Hartman, Henrik Carlqvist und Sylvain Robitaille in der Newsgroup "alt.os.linux.slackware" (Thread Januar 2009)
Tags: X11
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Letzte Änderung der FAQ: 2009-01-30 17:02
Autor: Douglas Mayne, Eef Hartman, Henrik Carlqvist, Helmut Hullen
Revision: 1.5
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